Gebrauchshinweise
Der TRIGGOsan-Schlüssel ist ein mechanisches Hilfsmittel zur unterstützenden Selbstmassage.
Diese Seite erklärt die sichere Anwendung.
Mit etwas Übung lassen sich viele Triggerpunkte auch selbst
sehr wirkungsvoll behandeln. Gerade bei der Selbstbehandlung empfiehlt es sich, vorsichtig zu beginnen und sich
langsam heranzutasten.
Anwendung des TRIGGOsan-Schlüssels
Der TRIGGOsan-Schlüssel wird längs und quer zum Muskelverlauf oder auch kreisförmig bewegt. Jede Richtung ist möglich – nach kurzem Ausprobieren zeigt sich, welche Bewegung am effektivsten ist. Entlang der Muskelfasern entspricht die Behandlung den roten Strichen in den anatomischen Zeichnungen. Quer über die Faserrichtung hinweg spürt man, wie man förm-lich über die straffen Faserbündel des Triggerpunkt-Komplexes springt.
Druck und Intensität
Der Behandlungsdruck sollteso stark sein,dass der Triggerpunkt deutlich spürbar wird. Anfangs ist dies oft schmerzhaft, für den Behandlungserfolg aber entscheidend. Sanftes oder oberflächliches Streichen reicht nicht aus, um Triggerpunkte
aufzulösen. Um auch tieferliegende Trigger zu erreichen,empfiehlt es sich, den Druck allmählichzu steigern. Dabei sollten immer wieder Pausen eingelegt werden,denn sobald der Druck
nachlässt, verschwindet auch der Schmerz.
Mit fortgesetzter Behandlung werden die Trigger weicher, der Schmerz lässt nach, und dieDurchblutung verbessert sich.
Verstärken sich die Schmerzen über mehr als drei Tage,ist dies ein Hinweis darauf,dass die Trigger zu stark oder zu häufig bearbeitet wurden.
Dauer und Häufigkeit
Die notwendige Behandlungszeit richtet sich nach Größe und Anzahl der Triggerbereiche. Für den Nacken-, Schulter- und oberen Rückenbereich benötigt man etwa 20 Minuten, ebenso für den unteren Rücken und die Gesäßregion. Eine Sitzung sollte insgesamt nicht länger als 20 bis30 Minuten dauern. Bei größeren Flächen empfiehlt essich, dieBehandlung
auf mehrere Tage zu verteilen. Ein Bereich sollte höchstens einmal pro Woche bearbeitet werden, und am besten an
Tagen, an denen ausreichend Zeit und Ruhe zur Verfügungstehen.
In den meisten Fällen bessern sich die Beschwerden nach drei bis sechs Behandlungen.
Wie viele Sitzungen insgesamtnotwendig sind, hängt jedoch stark davon ab, wie lange die Probleme bereitsbestehen. Chronische Beschwerden haben sich oft über Jahre entwickelt,
und dementsprechend dauert auch die Besserung länger.
Irritationsschmerz
Nach einer Behandlung tritt häufig ein Irritationsschmerz auf,
der bis zu drei Tage anhält und die ursprünglichen Beschwerden sogar überlagern kann. Dies ist eine normale Reaktion auf die intensive Beanspruchung von Haut und Muskulatur.
Häufige Behandlungsfehler
Ein häufiger Fehler besteht darin, dass zu wenig Druck ausgeübt wird.Es kostet Überwindung, sich selbst Schmerzen zuzufügen, doch nur mit ausreichender Intensität lässt sich ein Triggerpunkt auflösen. Ebenso kommtes häufig vor, dass ein zu kleiner Bereich behandelt wird, wodurch Trigger in den Randzonen unberührt bleiben und die Schmerzen bald wiederkehren. Auch Überlastung nach den ersten Erfolgen ist ein Problem: Viele Menschen steigern ihre Aktivität zu schnell, heben schwere Lasten oder treiben Sport, und erleiden dadurch Rückfälle.
Falls sich die Schmerzen durch die Behandlung verstärken, ist eine Pausevon mindestens einerWoche notwendig, bevor vorsichtig weitergemacht wird.
Sicherheitshinweis
Besondere Vorsicht gilt für Menschen,die Blutverdünner einnehmen. Für sie ist eine Triggerbehandlung ungeeignet, da
durch den Druck Blutungen entstehen können, die gefährliche Komplikationen wie das Kompartmentsyndrom verursachen.